Wellenlänge
Wie unterscheiden sich verschiedene Wellenlängen?
Die Wellenlänge beschreibt den Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Wellenbergen. Je größer die Wellenlänge, desto weiter liegen die Wellenberge auseinander und desto unterschiedlich interagiert das Licht mit dem Gewebe.
Wichtiger Hinweis zur Grafik:
Die Wellen sind proportional vereinfacht dargestellt. Die Amplitude (Wellenhöhe) steht in dieser Grafik nicht für die Lichtleistung oder Intensität. Dargestellt wird ausschließlich der unterschiedliche Abstand der Wellenberge.
Lichtspektrum
Eigenschaften im Lichtspektrum
- Kürzere Wellenlängen: Erscheinen beispielsweise blau oder violett.
- Mittlere Wellenlängen: Werden unter anderem als grünes oder gelbes Licht wahrgenommen.
- Längere Wellenlängen: Erscheinen im sichtbaren roten Bereich (ca. 620–700 nm).
- Sehr lange Wellenlängen: Liegen im nahen Infrarotbereich (NIR) und sind für das menschliche Auge unsichtbar.
Haupt-Einsatzbereiche der Wellenlängen
1
Oberflächenwirkung
Rotes Licht (630 – 660 nm)
Wird vorrangig in den oberflächlichen Gewebeschichten aufgenommen.
- Hautbild und Hautstruktur
- Kollagenstoffwechsel
- Unterstützung natürlicher Regenerationsprozesse
- Oberflächliche Gewebebereiche
- Kosmetische Lichtanwendungen
2
Tiefenwirkung
Nahinfrarotlicht (810 – 850 nm)
Dringt tiefer in das Gewebe ein als sichtbares Rotlicht.
- Muskeln und Muskelgewebe
- Sehnen und Bänder
- Bindegewebe
- Gelenkbereiche
- Regeneration nach körperlicher Belastung
Hinweis zur Eindringtiefe:
Eine Wellenlänge erreicht keine exakt festgelegte Tiefe. Die tatsächliche Lichtverteilung hängt von vielen individuellen Faktoren ab. Angaben zur Eindringtiefe sind deshalb immer als vereinfachte Orientierung zu verstehen.
Faktoren
Was beeinflusst die Lichtaufnahme?
- Hautfarbe und Melaningehalt
- Blutversorgung des Gewebes
- Wassergehalt und Gewebedicke
- Wellenlänge des Lichts
- Lichtleistung des Geräts
- Abstand zwischen Gerät und Körper
- Bestrahlungsdauer
Kaufkriterien
Worauf beim Vergleich achten?
- Qualität und Präzision der verbauten LEDs
- Tatsächliche optische Leistung (Bestrahlungsstärke)
- Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung
- Sinnvolle Kombination der Wellenlängen
- Gezielte Steuerung der Lichtbereiche
Wichtig:
Eine größere Anzahl unterschiedlicher Wellenlängen bedeutet nicht automatisch eine bessere Leistung. Relevant sind die Qualität der eingesetzten LEDs, die tatsächliche Lichtleistung und die sinnvolle Abstimmung der Wellenlängen aufeinander.
Rechtlicher Hinweis:
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die Rotlicht- und Nahinfrarotanwendung ist nicht als Ersatz für medizinische Therapien vorgesehen.
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